Kölner Coverband „State Us Quo“ ließ es im niederrheinischen Willich nur so rocken! Rockcrew hielt drauf was das Zeug hielt!
Veranstalter „Status Quo-Rock-Radio“ zauberte unvergesslichen Gig aus der Hand – Fans aus der gesamten Republik schier aus dem Häuschen – Demnächst auch in Köln - Danke auch an „Heavy Rain“ für Location und geiles Schluss-Finale!
Wer am vergangenen Samstag Abend in Willich Gast beim phänomenalen Rockkonzert der Kölner Coverband „State Us Quo“ war, dürfte sein Kommen wahrlich nicht bereut haben. Eindrucksvoll demonstrierten die vier Herren, dass auch heute noch die Rock&Boogie-Zeit der legendären Rockband „Status Quo“ lebt und noch lange nicht vorbei ist. Doch der Reihe nach: Die Veranstalter des Internetradio „Status Quo-Rock-Radio“, kurz SQRR genannt (www.sqrr.de), stemmten kurzerhand diesen Gig zur 2. SQRR-Party aus dem Boden und kredenzten mit einem anschließenden Abschlusskonzert der Düsseldorfer Rockband „Heavy Rain“ den zahlreichen Besuchern einen unvergesslichen Abend.
Da traf es sich schon gut, dass DJ „Yeti“ Nixdorf Geburtstag hatte und damit auch die logistische Planung in guten Händen war. Und die Fans kamen aus allen Ecken der Republik. Den weitesten Weg innerhalb Deutschlands hatte ein Quo-Pärchen aus dem 630 Km entfernten Schwedt an der polnischen Grenze auf sich genommen. Doch diese 7-stündige Strapaze wurde noch getoppt. Aus dem spanischen Barcelona reiste Quo-Fan „Kim“ sogar mit dem Flieger nach Weeze an. Dabei machte es dem spanischen Vollblut-Fan nichts aus, kurzerhand die Feierlichkeiten des frischgebackenen spanischen Fußballmeisters aus Barca zu unterbrechen.
Kurz nach halb neun war der Moment gekommen, auf den die zahlreiche Quo-Schar in der schnuckeligen Bauernhof-Halle des kleinen Städtchen Willich schon lange gewartet hatten. Das monumentale Quo-Intro kündigte die unverwüstliche Rockformation „State Us Quo“ an und innerhalb von Sekunden füllte sich die Halle restlos bis auf den letzten Platz. Ausgepackt wurden die Luftgitarren, die langmähnigen Haare zurechtgerückt und die alte Jeanskutte auf ordnungsgemäßen Sitz überprüft. Mit dem Opener „Caroline“ trafen die Kölner dann auch gleich den richtigen Punkt beim Publikum und die Party nahm unweigerlich ordentlich Fahrt auf.
Gleich beim folgenden Quo-Klassiker „The Wanderer“ sprang der Funke total über und „SUQ“ schaffte es innerhalb von kürzester Zeit, den brechend vollen Saal in einen Hexenkessel wippender, klatschender und mitsingender Rockfans zu verwandeln. Mit „Rain“ warf die Rockband gerade den älteren Quo-Fans genau das vor, worauf sie schon den ganzen Abend gewartet hatten. Wunderbar mitanzusehen, wie sich die alten Cracks vor der Bühne mit Luftgitarren Platz verschafften. „State Us Quo“ ließ mit „Mean Girl und „Softer Ride“ zwei weitere Hits folgen und präsentierte diese mit einem solch unglaublichen Drive, der bereits jetzt Beleg dafür war, dass die Musiker über weit mehr Rockmusik-Qualität verfügen wie die vergleichbare Cover-Konkurrenz.
Im Publikum rockten nicht nur in Ehren ergraute Altrocker, die mal wieder die Lederjacken aus dem Schrank geholt oder sich in die Jeans-Montur gezwängt hatten. Anstecken von der lauten Gute-Laune-Musik ließen sich auch die Jugendlichen der Pop-Fraktion, die sich mal anhören wollen, wie das früher so war, als Mama und Papa aufs Konzert gingen. Mit der gefühlvollen Boogie-Rock-Nummer „In my Chair“ und dem folgenden „Paper Plane“ haute die Band gleich noch zwei Knaller raus, womit die Stimmung schon langsam dem Siedepunkt entgegenbrodelte.
Und dass die Rock-Crew nicht nur auf „einfache Stücke“ zurückgriff bewies sie mit dem gewagten „Mystery-Medley“, womit dann auch kein Bein mehr in der Halle stillstand. Obendrauf noch das kultige „Down Down“ und schon wurden aus den in die Jahre gekommenen älteren Quo-Fans plötzliche junge Kerle, für die es keine Tanzgrenzen mehr gab.
Als sich die Meute wieder beruhigt hatte, stimmte Jupp „Rick“ Nitschke mit „Whatever you want“ den bekannten Mega-Hammer der Rock- und Popgeschichte an. Apropos Nitschke: Es war schon beeindruckend was er so alles aus seinem 6-saitigen Prügel herauszauberte und runterschrappte und so manchen hartgesottenen Rockfan vor Ehrfurcht erstarren ließ. Seine ausgefeilte Schlagtechnik, gespickt mit einer genialen Zweitstimme war genau das richtige Pendant zu Leadsänger Norbert „Francis“ Gutzmann. Der Frontsänger wurde vom lieben Gott auch noch mit einer optischen Gleichheit von Mr. Rossi beschenkt, womit sein Weg sicherlich schon frühzeitig vorgezeichnet gewesen sein muss.
Auch Gutzmann überzeugte hierbei nicht nur mit einer spielerischen Leichtigkeit am Arbeitsgerät, sondern gab mit Gesten und den unvergleichlichen Soloeinlagen dem Gig die besondere Note. Nach dem neuerlichen „The Oriental“ griff die Band danach gleich wieder auf den alten Klassiker „Don´t waste my time“ zurück, womit die Fan-Gemeinde keine Minute zum Durchschnaufen hatte. Großer Star vor der Bühne war der 9-jährige Alex, der nicht nur seine Luftgitarre rockermäßig hin und her schwang, sondern tatsächlich auch noch alle Quo-Texte präsent hatte.
Starker Auftritt auch vom Bassisten Kalle „Rhino“ Fricke, der dem Ganzen nicht nur den richtigen tiefen Esprit verlieh, sondern auch mit der erforderlichen Bass-Line und hartem Ton seine Klasse unter Beweis stellte. Die Show hämmerte weiter und bei „Rockin´ all over the World“ war dann endgültig die Grundlage dafür geschaffen, dass die Reise durch die Quo-Rockgeschichte heute nur in Willich geschrieben wurde.
Den schweißtreibendsten Job hatte Schlagzeuger Klaus „Matt“ Matern, ein weiterer Fachmann auf seinem Gebiet, der mit seiner Schlagfertigkeit, unglaublichen Präzision und Härte der Rockband den nötigen Drive verlieh. Mit ihren Zugaben „Juniors Wailing“, „Rock´n Roll Music“ und dem traditionellen „Bye Bye Johnny“ hämmerten die vier Kölner Rockmusiker nochmals ein eindrucksvolles Finale heraus, was jedem Quo-Fan vor Freude die Tränen in die Augen trieb. Dann war Schluss und 80 Minuten vergingen wie im Flug. Kein Wunder das die Formation mit stehenden Ovationen aus der Halle verabschiedet wurde. Wirklich großes Kino!
FAZIT: “State Us Quo“ – eine Rockband, die man einfach mögen muss. Ohne große Unterbrechungen, schnörkellos auf den Punkt gebracht läuft die Band gleich zur Hochform auf und begeistert bei ihrer Reise durch die Rockgeschichte von Status Quo. Sie lieferte der Rock-Fangemeinde genau das ab, was sie hören wollte: Pure originaltreue Rockmusik! Geniale Musiker, eine perfekt aufeinander abgestimmte harmonische Rockcrew und ein schniekes Bühnenbild machen den entscheidenden Unterschied zu anderen bekannten Rock-Coverbands aus.
Für die Red. Porz-Online.de berichtete exclusiv: Werner Kilian
|