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Sanierung Mülldeponie Lind: Drucken E-Mail
Geschrieben von Hans-Peter Bröhl   
Montag, 13. April 2009

Lärm- und Luftgutachten zur LKW-Streckenführung vorgestellt

CDU-Ratsmitglied Dr. Nils Helge Schlieben hat zusammen mit BV-Kandidatin Birgitt Ogiermann auf einer Bürgersprechstunde in Lind detailliert die Ergebnisse der beiden Luft- und Lärmgutachten vorgestellt, welche die Belastungen der Heidestraße und des Linder Mauspfad untersucht hatten. Die Ergebnisse beider Gutachten bestätigen klar, dass eine zusätzliche LKW-Verkehrsbelastung der Heidestraße nicht verantwortbar ist.

Das Luftgutachten hat drei verschiedene Parameter untersucht: Den Gehalt an Stickstoffdioxid (NO2), an Feinstaub (PM10-Wert) und an Benzol. Der Grenzwert für das krebserregende Benzol von 5 mg/m3 wird heute schon deutlich eingehalten und auch durch einen möglichen zusätzlichen LKW-Verkehr praktisch nicht erhöht. Laut Gutachten spielt der Benzol-Gehalt bei der Beurteilung der Streckenführung daher keine Rolle“, so das zuständige Wahnheider CDU-Ratsmitglied Dr. Nils Helge Schlieben.

„Die Werte für die gesundheitsschädlichen Substanzen Stickstoffdioxid und Feinstaub sind hingegen alarmierend. Schon heute wird an 5 von 6 untersuchten Messstellen auf der Heidestraße der zulässige Grenzwert für den Jahresmittelwert an Stickstoffdioxid von 40 mg/m3 deutlich überschritten. Der höchste Wert mit 47 mg/m3 ist an der Heidestraße 218 / Ecke Magazinstraße vorhanden. Durch einen zusätzlichen LKW-Verkehr würden sich diese Werte deutlich erhöhen, so dass an allen 6 Messstellen auf der Heidestraße die zulässigen Werte klar überschritten würden. Auf der Heidestraße 218 würde der NO2-Wert sogar auf über 50 mg/m3 steigen. Zutreffenderweise spricht das Gutachten bei der Heidestraße von einer „dichten, straßenschluchtähnlichen Bebauungsstruktur“, die für die schlechte Belüftungssituation verantwortlich ist. Auf dem Linder Mauspfad und auf der Belgischen Allee wird laut Gutachten aufgrund der stärker aufgelockerten Bebauungsstruktur der NO2-Grenzwert heute glücklicherweise eingehalten. Durch zusätzlichen LKW-Verkehr wird der NO2-Wert auch hier steigen, aber der Grenzwert von 40 mg/m3 wird bis an einem einzigen Gebäude auf der Belgischen Allee mit einer geringfügigen Erhöhung nicht überschritten werden, beschreibt Schlieben die Details der Untersuchung.

„Der Tagesmittelwert an Feinstaub von 50 mg/m3 darf maximal 35-mal im Jahr überschritten werden. Schon heute wird dieser Grenzwert auf der Heidestraße 218 mit 38 Überschreitungen nicht eingehalten. Durch zusätzlichen LKW-Verkehr werden diese unzulässigen Überschreitungen weiter steigen -auch auf anderen Bereichen der Heidestraße. Das wollen und werden wir so nicht akzeptieren“, so Schlieben.
Die CDU werde sich daher auch weiterhin dafür einsetzen, dass der LKW-Verkehr für die Sanierung der Deponie nicht über die Heidestraße abgewickelt werde, sondern über Alternativen im Gewerbegebiet Spich/Lind. „Das Gutachten bestätigt uns in dieser Position. Und an diesem Gutachten kommen auch Verwaltung und Rat bei Ihrer Entscheidung nicht vorbei,“ so Schlieben abschließend.


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Letzte Aktualisierung ( Montag, 13. April 2009 )
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