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2. Infotag „Rheuma-am-Rhein“
Geschrieben von admin Administrator   

 

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2. Infotag „Rheuma-am-Rhein" klärt über modernste Diagnose- und praktische Therapiemethoden auf

Köln-Porz, 03. Juli 2010

Schon zum zweiten Mal initiierte der Chefarzt der Klinik für Rheumatologie im KH Porz am Rhein Priv. Doz. Dr. Johannes Strunk für Betroffene und Interessierte ein kostenloses Programm aus Vorträgen und Workshops zum Thema „Rheuma sichtbar machen".

„Die Früherkennung von Rheuma ist deshalb so wichtig, weil es heutzutage diverse Diagnosemöglichkeiten gibt, sicher zu bestimmen, ob es sich um Rheuma handelt bzw. um welche Form von Rheuma. Im nächsten Schritt kann dann frühzeitig mit neuen Medikamenten – u.a. mit so genannten Biologicals - therapiert werden, um Folgeerkrankungen des Rheumas zu vermeiden“, so Priv. Doz. Dr. Johannes Strunk. Das wiederum wirkt sich positiv für Patienten sowie Staat und Volkswirtschaft aus, da diese hierdurch noch lange im Arbeitsleben gehalten werden können. Bei einer zu späten Diagnose ist das oft nicht mehr möglich, denn die Schmerzen und Gelenkschäden sind dann meist zu groß. „Was also den Krankenkassen zunächst als immens hohe Kosten erscheint, ist nicht vergleichbar mit den Kosten, die entstehen, wenn die Krankheit Rheuma bei einem Patient  nicht frühzeitig diagnostiziert und therapiert werden kann - das möchte ich hier klarmachen“, resümierte Dr. Strunk.  

 

Dr. Johannes StrunkAn Rheuma erkranken zum größten Teil Personen mittleren Alters um die 40 Jahre, genauso aber auch junge Menschen um die 20 Jahre. Neben bereits an Rheuma erkrankten Patienten sollten gerade diese Menschen mit der Veranstaltung angesprochen werden, da entgegen der landläufigen Meinung Rheuma eher im jüngeren Alter beginnt. „Wie vor zwei Jahren gab es wieder großen Andrang bei den Angeboten wie Knochendichtemessung anhand der DXA-Methode und der Ultraschalluntersuchung der Gelenke. Neu in diesem Jahr haben wir das Diagnoseverfahren der Kapillarmikroskopie vorgestellt, bei der die Untersuchung kleinster Blutgefäße unter der Nagelfalz des Patienten Auskunft über die Art der Rheumaerkrankung gibt“, so Dr. Strunk.

In zahlreichen Vorträgen wurde auf dem 2. Patiententag „Rheuma-am-Rhein“ über die modernsten diagnostischen Methoden wie Kernspintomographie, Arteriographie, Ultraschall, Kapillarmikroskopie u.v.m. referiert. Dr. Strunk hat sich dafür wieder ein Kompetenzteam mit Kollegen aus dem Krankenhaus Porz sowie niedergelassenen Rheumatologen und Orthopäden bzw. Osteologen (Spezialisten für Osteoporose) zusammengestellt. Es konnte klar herausgearbeitet werden, warum beispielsweise bei der einen Erkrankung die relativ günstige Methode des Ultraschalls für eine zuverlässige Diagnose greift und warum bei anderen Rheumaerkrankungen wie Morbus Bechterew die Wirbelsäule genauer mittels einer Kernspintomographie untersucht werden muss. Der Vortrag zum Thema „Arteriographie“ berücksichtigte beispielsweise neueste Erkenntnisse der Wissenschaft, die den meisten Patienten bislang unbekannt sind: Interessant war die nachweisbare Korrelation zwischen erhöhtem Herzinfarkt bzw. Schlaganfall-Risiko bei Rheumapatienten, da die Folgeschäden des Rheumas sich negativ auf die Elastizität der Gefäße auswirken. 

Nachmittags ging es dann mit einem praktischen Teil in Form von Workshops zu den vormittags beschriebenen Diagnoseverfahren weiter. Darüber hinaus wurde auch die fachliche Beratung durch Selbsthilfegruppen in Anspruch genommen. Das medizinische Fachpersonal vermittelte gut anwendbare Übungen aus der Ergo- und Physiotherapie. 

 
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