Status Quo-Coverband "Break Even" brachte Philharmonie in Hannover zum bersten und rockte bis der Arzt kam!
Hamburger Crew bescherte dem ausgeflipptem Publikum einen unvergessenen Abend – Geiler Gig wurde zur schweißtreibenden Angelegenheit – Auch ohne Keyboarder gnadenlos hart!
Am Samstag, den 29.04.2012 war die Status Quo-Coverband „Break Even“ zu Gast in der Philharmonie in Hannover. Dabei heizten die Rock-Musiker, die sich voll mit Leib und Seele der Musik von Status Quo verschrieben haben, dem zahlreichen Publikum mächtig ein. Bei 15° Grad verließen die vier Hamburger Jungs zunächst ihr Domizil, um eine Stunde später im 29° Grad warmen Hannover zu sein. Dort ließen sie dann die Rock&Boogie-Zeit hochleben, was sich notgedrungen zu einer sehr schweißtreibenden Arbeit entwickelte.
Doch der Reihe nach: Wer jetzt denkt das es sich bei der Philharmonie um etwas großes handelt, ist falsch gewickelt. Direkt neben dem Rathaus hat sich über viele Jahre eine urige Musikkneipe etabliert, wo Live-Musik großgeschrieben wird. Rustikal eingerichtet befindet sich die Bühne innerhalb eines Turms der alten Stadtmauer. Das verleiht der Location etwas außergewöhnliches, eine gebührende Atmosphäre.
Als dann pünktlich um 21:09 Uhr Peter Merhof seine Telecaster anschmiss und mit dem hohen Boogie-Barree „Caroline“ loslegte, gab’s gleich massenhaft wippende Köpfe in der Location. Da wurde dann im Publikum noch kurzerhand die langmähnigen Haare zurechtgerückt, so fern sie noch da waren und die alte Jeanskutte auf ordnungsgemäßen Sitz überprüft. Mit dem Opener trafen die Hamburger Jungs dann auch gleich den richtigen Schalter bei den Fans.
Mit „Don´t waste my time“ und „Paper Plane“ sprang der Funke dann auch schnell nach draußen über. Die Folge war die, dass es sich am Eingang knubbelte und jeder nicht schnell genug in die Musikkneipe kommen konnte. Es folgte das spezielle Break Even „Slow Train Medley“, wo den Quo-Fans genau das vorgeworfen wurde, worauf sie wahrscheinlich den ganzen Abend gewartet hatten. Wunderbar mit an zusehen, wie sich die alten Cracks vor der Bühne mit wehenden Mähnen Platz verschafften.
Mit „All stand up“ und Hold you back“ beendete die Crew den ersten Abschnitt und präsentierte bereits jetzt einen amtlichen Beleg dafür, dass die Musiker über weit mehr Rockmusik-Qualität als nur die üblichen „3 Griffe“ verfügen. Break Even gibt es seit Sommer 1986, also schon satte 26 Jahre. Damals gründeten die beiden Brüder Christian und Peter Merhof die Band, deren Ziel es ausschließlich war dem begeisternden Publikum Quo-Musik zu kredenzen, wenn die Kultband mal nicht in Deutschland gastiert.
Der zweite Abschnitt wurde mit dem kraftvollen „In the army now“ eingeleitet. Und dass die Rock-Crew nicht nur auf „einfache Stücke“ zurückgriff, bewies sie mit dem uralten Klassiker aus den 80er „Perfect Remedy“, ließ dann gleich ohne großen Schnörkel „Burning Bridges“ und „Backwater“ folgen, womit dann auch kein Bein mehr in der schmucken Philharmonie stillstand. Es folgte das selten zu hörende „Going downtown tonight“, das brachiale „Down Down“ und als „Pedder“, der seinen kleinen Hamburger Dialekt nicht verbergen konnte, mit „Junior´s Wailing“ zur angekündigten Pause anspielte, brachen auch die letzten Dämme.
Als sich die Meute in der Pause wieder beruhigt hatte, stimmte Christian Merhof mit „Break the rules“ den nächsten bekannten Mega-Hammer der Rock- und Popgeschichte an und ließ dann auch noch unverschämterweise das legendäre „Roll over lay down“ folgen. Apropos „Chris“: Es war schon beeindruckend was er so alles aus seinem 6-saitigen Prügel herauszauberte und runterschrappte und so manchen hartgesottenen Rockfan vor Ehrfurcht erstarren ließ. Seine ausgefeilte Schlagtechnik, gespickt mit einer genialen Stimme, die er gesundheitsbedingt mit kühlem Kamillentee immer wieder ölen musste, war genau das richtige Pendant zu seinem Bruder Peter „Mr. Parfitt“.
Auch Peter Merhof überzeugte hierbei nicht nur mit einer spielerischen Leichtigkeit am Arbeitsgerät, sondern gab mit Gesten und den unvergleichlichem geilen Rhythmus dem Gig die besondere Note. Mit dem Party-Hit „The Party ain´t over yet“ und dem Mega-Wahnsinnschlager „Whatever you want“ gaben die Gebrüder dann den Drive an, womit die Fan-Gemeinde keine Minute zum Durchschnaufen hatte.
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Die beiden Brüder Peter (li.) und Christian Merhof (re.) gründeten 1986 die Quo-Coverband "Break Even"
Starker Auftritt auch vom Bassisten Dirk, der dem Ganzen nicht nur den richtigen tiefen Esprit verlieh, sondern auch mit der erforderlichen Bass-Line und hartem Ton seine Klasse unter Beweis stellte. Wieder glitt man schnurstracks in die 70er und zauberte „In my chair“ aus dem Kessel. Den schweißtreibendsten Job hatte Schlagzeuger Volkmar, ein weiterer Fachmann auf seinem Gebiet, der mit seiner Schlagfertigkeit, unglaublichen Präzision und Härte der Rockband den nötigen Drive verlieh. Als Abschlussnummer wurde dann „Rockin´all over the World“ angekündigt, doch da war der Merhof-Bande schon klar, dass das nicht der letzte Hit war, womit sie mehr als richtig lagen.
Nach unüberhörbaren Zugabe-Rufen hämmerten die vier Jungs, die diesmal ohne Keyboarder Norbert auskommen mussten, noch „Jam Side Down“, Peters Lieblings- „Creepin´ up on you“ und „Rain“ aus den Boxen, doch der Hunger auf den QUO-Express war immer noch nicht gestillt. So knallte die Formation noch mal den Opener „Carolinie“ raus, womit dann auch jeder „Quo-Darsteller“ schweißgebadet aus der Show ging.
"Break Even" kann auf viele Referenzen verweisen. So wurde in frühereren Jahren mit den Rattles, Dave Dee, Middle of the Road, Harpo, Chris Andrews, Mungo Jerry und Fräulein Menke zusammengearbeitet.
FAZIT: “Break Even“ – eine Rockband, die einfach geile Quo-Mucke rüberbringt, ohne großes Drumherum, einfach, schnörkellos und vor allem mit viel Leidenschaft das spielt, was man hören will. Tolle engagierte Musiker, eine gute aufeinander abgestimmte harmonische Rockcrew servierten den Fans einen unvergesslichen tollen Rock-Abend (Kontakt: www.breakeven-hamburg.de). Danke BREAK EVEN! Same Player shoot again!
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