Ehrensache

Das aktuelle Theaterstück des Theaters Rampenlicht unter der Regie von Katrin Schmid ist eine
Komödie rund um ein Erbe mit Hindernissen, die Wichtigkeit des Mitgefühls und Liebe über
Umwege.

Spielort ist das Dechant-Scheben-Haus in Porz-Mitte. Die Premiere ist am Samstag den 20.10.2018 um 20 Uhr.

Weitere Aufführungen finden statt am: 27 und 28. Oktober, sowie am 3, 4. und 10. November.
Vorstellungsbeginn ist Samstags um 20:00 Uhr und Sonntags um 18:00 Einlass eine Stunde vorher.

Vorverkaufsstellen in 51143 Köln Porz:

Der große Laden, Bahnhofstraße 30a
Foto Stephan, Friedrich-Ebert-Ufer 50
Pfarramt St. Josef im Dechant-Schebenhaus, Bahnhofstraße 20

Die hartherzige Anwältin Barbara von Hoheneck (Sarah Jühling) erbt das Schloss ihres Großvaters und mit ihm den Butler Joachim (Christian Schmid) und die Köchin Louise (Verena Thomas). Einen Strich durch die Rechnung macht ihr jedoch das Testament des alten Barons, welches ihr durch Berthold Schmitz (Karl Werner) überreicht wird, einem Anwalt mit schauspielerischen Ambitionen. Auch der Rest der Theatertruppe taucht bald auf dem Schloss auf: Die alte Diva Madame Virginia (Angela Schwarz) und die junge Statistin Joy Stark (Anna Giesselbach) können aneinander kein gutes Haar lassen. Wenig später sorgen auch der aalglatte Graf Bernadotte (Thomas Krouss), der Hotelgast Alexander Götz (Dominik Braun) und die wohlhabende Rita Stein (Yesmin Lee Baladin) auf dem Schloss für Unruhe. Beobachtet wird all das von dem mysteriöserweise springlebendigen Ölbild der alten Magdalena, Baronin von Hoheneck (Yvonne Fischer).

Geschrieben von der deutschen Autorin Tina Segler zeichent sich das Stück vor allem durch seinen lebensnahen Humor und farbenfrohe Charakterrollen aus. Ein scharfer Witz und schnelle Wortwechsel halten den Zuschauer in Atem, während das Wachstum der Charaktere dem Publikum vor Augen führt, dass es nicht nur eine richtige Art zu leben gibt.

Rampenlicht Probe (Quelle: Peter Nolte/Theater Rampenlicht)

Das Deutschland der 90er-Jahre ist bunt und laut: Die Wiedervereinigung, eine brummende Wirtschaft und der Siegeszug des Mobiltelefons lassen die Welt schneller und ein wenig hektisch wirken. Tatsachen, welche die junge Anwältin Barbara von Hoheneck begrüßt: Die Karrierefrau erbt das Schloss ihres Großvaters Willhelm, Baron von Hoheneck und kann es gar nicht erwarten, bis sie das alte Gemäuer endlich gewinnbringend verkaufen kann. Nachdem sie jedoch erfahren muss, dass der gewiefte alte Baron sie per Testament dazu zwingt, ein Jahr auf dem Schloss zu verbringen, tuen sich die nächsten Probleme auf: Das Personal vertritt menschliche Werte, mit denen die egomanische Barbara nicht viel anfangen kann, das alte Ölbild ihrer Großmutter beginnt mit Barbara zu sprechen und greift ihrer Enkelin mit gutem Rat unter die Arme – und aus irgend einem Grund häufen sich in letzter Zeit die Reparaturkosten...

Durch häufige Szenenwechsel und über mehrere Ebenen geführte Gespräche verlangt das Stück ein gutes Timing von jedem Schauspieler. Das Publikum wird dafür aber mit einem cleveren Humor belohnt, der mit einer Menge Wärme und Alltagsnähe aufwartet.