Brilliant! Status Quo-Convention im englischen Minehead bescherte den Besuchern ein Event für die Ewigkeit - Unglaubliche 850 Fans feierten ein berauschendes Wochenende!

Veranstalterin Yvonne Hanvey & Team präsentierte Fans aus ganz Europa mit 11 Live-Bands ein Fest der Superlative - Quo-Alt-Mitglieder Alan Lancaster, John Coghlan und Bob Young rundeten als Ehrengäste das Meeting ab - Große Freude: 2019 gibt es die Convention No. 3!

 

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Wer sich für Rockmusik der englischen Band „Status Quo“ interessiert, muss in der Biographie weit in die 60er Jahre zurückgehen. Genau gesagt ins Jahr 1962, als die Bandgründer Francis Rossi, John Coghlan und Alan Lancaster ihre Band unter dem Namen „The Spectres“ ins Leben riefen. Die Beatles und die Rolling Stones bestimmen damals das Musik-Geschehen, aber auch andere Top-Bands wie Black Sabbath, Deep Purple und Led Zeppelin betraten die Bühnenbretter. In der Zeit der „Beatlemania“ traf Rossi dann auf den Gitarristen Rick Parfitt, der fortan zum Band-Mitglied wurde und mit dem neuen Bandnamen „The Status Quo“ zu einer atemberaubenden Weltkarriere in der Geschichte der Rockmusik startete.

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Nach und nach wechselte die Band auch den Musikstil, weg vom Beat, Pop, Psychedelic zum rhythmischen bluesigen Boogie-Rock. Und auch das Äußere wurde angepasst: Lange Haare, weg vom schrillen Carnaby-Street Look und hin zu engen Jeans. Von dort ging dann der Berg steil nach oben, die Band entwickelte sich zur besten Live-Band die die Rockgeschichte je hervor gebracht hat. Und die Musik von Status Quo wurde nach und nach zu einer wahren Religion. Heute, über 50 Jahre später, schaut Status Quo mit weltweit 120 Millionen verkaufter Tonträger auf eine Musik Ära zurück, wovon andere nur träumen können. Sie zählt zu den erfolgreichsten und langlebigsten Rockgruppen.

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Status Quo 2017. Von links: John „Rhino“ Edwards, Andy Bown, Francis Rossi, Richie Malone und Leon Cave. In den nächsten Wochen sind sie wieder auf Tournee, u.a. auch in Deutschland vom 18.-22.11 und vom 11.12.-21.12.2017 mit der Akkustik-Live-Performance.

 

Und sie stehen immer noch auf der Bühne und rocken und rocken und rocken. Leider ohne Rick Parfitt, das große Idol vieler Quo-Fans, der am 24.12.2016 plötzlich verstarb und viele Quo-Fans in eine unendliche Traurigkeit stürzte. Aber auch dieser brutale Rückschlag hinderte die Veranstalter nicht daran, nach der erfolgreichen Status-Quo-Convention 2015 auch in 2017 an der Ort zurückzukehren, wo das große Quo-Märchen 1962 begann. Nach Minehead in Südwesten England ins legendäre Butlins. Aufgrund der Ereignisse und gerade wegen des Todes von Rick Parfitt entwickelte sich schnell ein riesengroßes Interesse an der Veranstaltung, so dass die Organisatorin Yvonne Hanvey vom offiziellen Status Quo-Fanclub „From the makers of“ (FTMO) mit ihrem Team in mühsamer Kleinarbeit eine erneute Convention auf die Beine stellte, von der man auch noch in vielen Jahren sprechen wird.

 

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Die Freude über das Wiedersehen war bei allen sehr groß. Aus ganz Europa reisten die Fans zu diesem Event und scheuten dabei keinen Aufwand.

3 Tage mit fantastischen 11 Live-Bands und einem unglaublichen Begleitprogramm war für viele genau das, was sie wollten und auch brauchten. Es war eine Art der Trauerbewältigung, auch nach so langer Zeit, denn der Tod von Parfitt ist auch heute noch von vielen Fans nicht fassbar. Und die Fans kamen alle. Aus ganz Europa reisten sie an, scheuten dabei weder den finanziellen Part noch die lange Strecken. Und da war sie beisammen, die große Quo-Family und alle feierten ein berauschendes Fest. Dabei war es egal, ob man mit Quo-T-Shirt ankam, mit der dicken Quo-Jeanskutte oder einfach nur Gast sein wollte. Alle waren herzlich willkommen und so war gerade dieses große familiäre Gefühl der Quo-Freundschaft sehr stark ausgeprägt.

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Für viele Fans war es eine große Gelegenheit die noch fehlenden Unterschriften auf der Quo-Jacke zu bekommen. Auch die beliebten Patches standen hoch im Kurs und ein großer Merchandising-Markt rundete das Fest ab.

Da spielten dann auch sprachliche Barrieren keine Rolle, zur Not wurde mit Händen und Füßen erklärt und wenn gar nicht mehr half wurde man einfach in den Bann des krachenden Boogie-Rock-Rhythmus gerissen. Für viele Quo-Fans war es auch ein besonderes Wiedersehen mit alten Freunden. Viele Fans gehen seit 30, 40 Jahren auf Quo-Concerte und treffen dort genau die Gleichgesinnten, die von diesem Boogie-Rock a la Status Quo nicht mehr losgekommen sind. Es ist dieses unbeschreibliche Wir-Gefühl, die Liebe zu einer Band die viele ein ganzes Leben lang begleitet hat und noch immer tut. Kein Wunder das man sich beim Aufeinandertreffen in die Arme fiel, viele Glücksgefühle verspürte und manchmal auch eine kleine Träne vor Freude dabei vergoss.

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Über die vielen Jahrzehnte sind die Fans zu einer großen Familie zusammengewachsen. Viele Freundschaften wurden neu geschlossen oder vertieft. Das große Markenzeichen der legendären Quo-Family. Sprachliche Barrieren gibt es nicht, zur Not wird mit Händen und Füßen erklärt.

Und nicht nur die Band selbst ist gealtert, auch die Quo-Fans sind in die Jahre gekommen. Da wo früher noch alle lange Haare hatten mit dem typischen Headbanging, Heads-Down und mit gespreizten Füssen in den Ausfallschritt fielen, hatte bei vielen der Kurzhaarfriseur Einzug gehalten. Spätestens beim Versuch sich in die alte Quo-Jeans aus alten Jahren hineinzuzwängen musste man sich doch eingestehen, dass auch beim Fan die Jahre nicht einfach so vorbei gegangen sind. Hatten früher alle Luftgitarren in der Hand, so fand man heute dort Kinder, die einfach mitgeschleppt wurden um mal zu zeigen, wo Mama und Papa früher ihre Jugendzeit verbrachten.

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Das harte fantastische Eventprogramm forderte ihre Pausen, welche die Fans immer wieder zum Durchschnaufen nutzten. Links die walisische Fraktion, rechts sammelten sich die Fans aus Belgien und Schweden zur Auszeit.

Und damit alle auf ihre Kosten kamen, hatte Yvonne Hanvey alles geladen was Rang und Namen hatte. Legendäre Coverbands wie Ryders Creed, Quo No!, Dog oft wo Head, Predatür, Glamdads, Quo-Incidence, Sound of Status, Backwater, Jackie Lynton Band, Young and Moody, John Coghlan´s Quo und Rick Parfitt Jnr. katapultierten die Fans in ein wahres Rock-Paradies. Zwischendurch gab es mit dem ehemaligen Drummer John Coghlan, dem langjährigen Tour-Manager und Songwriter Bob Young und dem extra aus Australien angereisten Mitbegründer Alan Lancaster Interview- und Fragestunden, wo die Fans vieles erfuhren wie das damals so war als Quo noch in den Kinderschuhen steckte. Keine Frage blieb unbeantwortet.

 

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Moderator Mick Wall (rechts) hatte die Leitung der Interviews voll im Griff und fühlte den ehemaligen Quo-Mitgliedern auf den Zahn. So erfuhren die Fans interessante Neuigkeiten aus längst vergangener Zeit und schwelgten in Erinnerungen.

Alles was das Quo-Herz begehrte war vorhanden, angefangen von einem erlebnisreichen Quo-Flohmarkt, eindrucksvollen Präsentation der Quo-Geschichte, Merchandising-Ständen, Gewinnspiele und mit der „Shona Smile Foundation“ wurde sogar eine karitative Einrichtung hier vorzüglich integriert. Und nebenbei hatte jeder die Möglichkeit auf ein Foto mit Lancaster, Young & Coghlan oder sich die vielleicht noch fehlende Unterschrift auf der Quo-Jacke zu holen. Und Yvonne Hanvey und ihr Team warteten mit einem grandiosen Finale auf. Nachdem John Coghlans Quo das Finale eingeleitet hatte, erschien der Sohn von Rick Parfitt und versprühte mit „Living on an island“ eine emotionale Traurigkeit zum Gedenken an seinen viel zu früh verstorbenen Vater.

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Für viele ist der Tod von Rick Parfitt irgendwie immer noch unbegreiflich. Viel zu früh ging das Idol von uns. Eines ist jedoch sicher: In den Herzen wird Rick immer weiterleben.

Jeder war ziemlich ergriffen und es flossen auch etliche Tränen. Parfitt jr. holte die Event-Besucher aber gleich aus dem Traurigkeitsloch raus und sorgte mit dem Klassiker „Big Fat Mama“ für eine Entkrampfung, die gleich in Freude umschlug. Dann kam nochmal Mr. Alan Lancaster für drei Klassiker und seine raue geile Rockstimme schallte in die Halle. Jetzt war alles zu spät. Am Schluss gesellten sich fast alle Bandmitglieder des Abends auf die Bühne zu einem unbeschreiblichen Abschlussfinale. Dann fiel der Vorhang.

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Mit einem grandiosen Schlussfinale endete die Convention II. John Coghlans Quo, Rick Parfitt jnr., Bob Young und Alan Lancaster, alle vereint auf der Bühne waren ein berauschender Abschluss eines einmaligen Event.

 

Dieses Event hatte auf alle Besucher einen außergewöhnlichen Esprit. Viele Freundschaften wurden geschlossen und noch mehr vertieft und schon die nächsten gemeinsamen Gigs und Wiedersehen geplant. Genauso wie es in einer großen fest verbundenen Familie über viele Landesgrenzen hinweg sein soll. So verließen die Fans Butlins mit einem weinenden Auge aber mit einer wunderbaren Gewissheit: 2019 wird es die 3. Auflage der Convention geben!

 

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Zu guter letzt: Die Macher der Convention! Yvonne Hanvey und ihr Mann Paul. Ihr und dem gesamten Organisationsteam gebührt ein außerordentlicher Dank für ihre phantastische Arbeit. Dieses Event wird für immer in den Memoiren der Fans bleiben und ihr Name wird damit fest verbunden sein. Und das allerbeste: Yvonne hat bereits jetzt eine Neuauflage der Convention für 2019 angekündigt. Brilliant!

 

 

 

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